3 Studenten

Dieses Kurs richtet sich an "Anfänger" im Datenschutz, insbesondere Mitarbeiter von kleinen Firmen oder Vereinsmitglieder.
Laura und Tom bringen dir dieses trockene Thema auf unterhaltsame Weise näher. Für eine Einleitung auf das Video klicken:

[Nach dem Video bitte nach unten scrollen]

Transkription:

Hallo Leute! Ich bin Laura.

Man könnte sagen, ich bin sowas wie ein Datenschutz-Nerd. Irgendwie mag ich das Thema, weil Datenschutz keiner leiden kann. Datenschutz nervt, man muss ständig was wegklicken oder unterschreiben. Warum das so ist, erkläre ich später.

Keine Angst, ich will dich nicht zum Experten machen, ich schwöre das Thema ist trocken wie ein Frotteehandtuch. Darum ist das hier eher sowas wie ein Selbstverteidigungs-Kurs. Selbstverteidigung ist einfach cooler als Datenschutz. Wenn dich jemand angreift, machst du ein paar Moves, und dein Gegner schlägt ins Leere. Das wollen wir auch.

Also, um was geht‘s?

Datenschutz ist irgendwann in den 80ern des letzten Jahrhunderts entstanden. Es sollte eine Volkszählung gemacht werden, mit tausend Fragen. Die Leute wollten das nicht, haben demonstriert, und dann wurde die Zählung ganz doll abgeschwächt. Gezählt wurde aber trotzdem. Danach wurde es zum Grundrecht, dass jeder selbst bestimmen darf, was mit seinen persönlichen Daten passiert.

In den 80ern gab es außer dem Staat eigentlich noch keine Institution, die ein Interesse an so vielen Daten von jeder Person hat. An personalisierte Werbung dachte noch keiner. Wie du weißt hat sich das inzwischen geändert. Wenn du nach Pfefferspray googelst, kriegst du danach auffallend viel Werbung für Pfefferspray und so Zeugs angezeigt.

2008 hat dann das Bundesverfassungsgericht festgestellt, dass das allgemeine Persönlichkeitsrecht auch das Grundrecht auf Gewährleistung der Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme umfasst.

“Hat was festgestellt?”
“Es darf kein Fremder auf deine Festplatte gucken.”
“Ach so.”

Datenschutz stützt sich also gleich auf zwei Grundrechte:

  1. Deine Daten gehören dir
  2. Wenn sie jemand von dir bekommt, soll er gefälligst gut darauf aufpassen.

Und während ich das erzähle und du gerade nebenbei durch Instagram scrollst, denkst du so:

"Na und?! Mir doch egal!"

Na gut, die Zeiten haben sich geändert, jeder postet was er gleich essen möchte oder sonst so macht. Das ist auch okay, aber:

Deine Daten gehören dir, und wenn sie jemand bekommt, soll er verdammt nochmal keinen Blödsinn damit machen. Sonst kriegst du mehrmals täglich Anrufe, weil dir jemand Pfefferspray verkaufen will, und deine Nachbarn machen einen Bogen um dich, weil sie von deiner Neigung zur Gewalt wissen.

Wenn dir egal ist, Daten zu schützen, okay, aber wir wollen Menschen schützen. Dich. Und darum fangen wir bei dir damit an. Willkommen zu unserem Selbstverteidigungskurs. Du wirst dich wundern, mit was für schweren Gegnern wir zu tun bekommen.

Dozent

10.00 € Kostenlos